CEMVA

Centro Educativo Multifuncional Villa Armonía
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Abschlussbericht

Ernesto Sarría

Ich kann es gar nicht fassen, daß ich jetzt schon ein Jahr hier in Bolivien gelebt habe. Mir kommt es vor als wäre ich erst gestern in La Paz angekommen. Es war eine einmalige Zeit hier in Sucre und ich habe viel dazu gelernt. Nun seit Anfang des Jahres sind meine Aufgaben kontinuirlich gewachsen. Ich habe wieder mit meinem Elektrounterricht dort angefangen wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Leider ist er nicht solange gelaufen, weil in der Schule ein Mangel an Tischen und Stühlen gab. Deswegen habe ich meine Tische und Stühle, die ich von einer Privatspende aus Deutschland extra für mein Unterricht bauen ließ, an die Schule ausgeliehen, damit die Schüler nicht auf den zu kleinen Stühlchen des Kindergarten sitzen müssen, die zum richtigen lernen total ungeeignet sind. Dadurch hatte ich jetzt nur noch 2 Tische und 8 Stühle in meinem Klassenzimmer stehen. Dauraufhin habe ich mir um ein Ausweichmöglichkeit gedanken gemacht und mir fiel ein, daß es nicht schlecht wäre mal endlich ein Computerraum einzurichten. Das Proyekt hatte schon vor ein paar Jahren von der CEIMFA aus La Paz einige Computer gespendet bekommen. Somit waren die Geräte gegeben, fehlte jetzt nur noch der Raum, da hat Frau Hochmann vorgeschlagen den Computerraum in den erst neu fertig gestellten Kindergarten einzurichten. Gesagt getan darauf entstand, erstmal nur mit 3 Computern, der erste Computerraum. Die Kinder waren begeistert als ich ihnen erzählt habe, daß wir nun auch „computación“ lernen werden . So habe ich erstmal mit nur zwei Klassen angefangen, immer zweimal die Woche in den Computerraum zugehen.Dennoch hat sich die Lage in der Schule nicht verbessert und da ich den Elektrounterricht mit nur zwei Tische für nicht wirkungsvoll genug hielt und da die Stühle und Tische voraussichtlich nicht bis mein verlassen vertig werden, haben die Direktorin und ich beschlossen den Elektrounterricht nicht mehr weiter zuführen. Doch durch den neuen Computerraum im Kindergarten haben mich schon seit Wochen etliche Jugendliche angesprochen ob sie nicht auch Computerunterricht bekommen könnten. Darauf habe ich der Direktorin vorgeschlagen einen reinen Computerunterricht anzubieten unzwar am Vormittag für die Schüler die am Nachmittag Unterricht haben und am Nachmittag für die am Vormittag Unterricht haben. Die Direktorin war mit der Idee vollens einverstanden und hat mich auch gleich gefargt ob sie nicht auch an dem Unterricht teilnehmen könnte. Um ein bessere Kontrolle über den Computerraum zuhaben, ist er schließlich in die Schule umgezogen in meinen alten Klassenraum. Somit hatte ich jetzt auf einmal 9 verschiedene Klassen die Computerunterricht haben wollten, daß war eine ganze Menge mehr als bei meinem Elektrounterricht wo ich nur 3 Klassen hatte. Es war wunderschön mit Kindern zu „arbeiten“ die soviel Begeisterung,für daß zeigen was man ihnen beibringen will. Ich konnte sie sogar vor der Tür des Computerraumes kaum noch halten, da jeder als erster an den Computern sein wollte und schon nach der ersten Woche fragten mich einige ob sie nicht früher kommen oder länger bleiben könnten. Zum Glück hat Frau Hochmann über einen Bekannten im amerikanischen Peace Corp einen Nachfolger für mich gefunden, der meinen Unterricht für wenigsten 7 Klassen weiter führen wird. Als ich ihm ein paar Klassen vorgestellt habe sagte er typisch amerikanisch: „that is fun“ und da kann ich ihm nur voll zustimmen.

Neben meinem Unterricht habe ich mich noch um das geplante Proyekt der Elektrikwerstätten gekümmert. Ich war in verschieden Elektrowerkstätten der Stadt (Infocal, Recolletta, Junin ect.) um mir die Systeme und verschiedene Ausbildungsarten anzuschauen, wobei ich auch gute Kontakte zuden jeweiligen Lehrern geknüfft und auch Lehrmaterial ausgetausch habe. Einige Lehrer waren sehr interessiert als ich sagte das auch ich Elektrounterricht gebe, da sie gerne wissen wollten wie der Elektrounterricht in Deutschland abläuft. Schließlich habe ich noch ein paar Montagetafeln für Instalationsübungen anfertigen lassen, die für die zukünftigen Werkstätten verwenden werden können, wo bei ich die Vorlagen an Anlehnung von meiner Ausbildung mir bekannten Montagetafeln genommen habe. Ich bin wirklich in meiner Zeit hier als „profe“ mit mein Elektrikkenntnissen einigemale auf die Probe gestellt worden aber ich konnte mich eigentlich immer gut behaupten und den Kindern konnte ich etwas neues Wissen weitergeben.

Juni 2001