CEMVA

Centro Educativo Multifuncional Villa Armonía
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Kindertagesstätte

In der guardería (Kindertagesstätte) werden Kinder im Alter von einem Monat bis zu sechs Jahren ganztags betreut.

Die Kinder bekommen eine angemessene Ernährung und geniessen eine Erziehung, die ihnen ihre arbeitenden Eltern nicht bieten können. Auch ermöglicht die Guardaría es vielen Müttern überhaupt erst arbeiten zu gehen, da sie sich nicht um ihre Kinder kümmern müssen.

Im Jahre 1996 wurde ein Grundstück von 1200 qm vom Projekt CEMVA gekauft. 1997 wurde mit Mitteln des Bürgermeisteramtes Sucre (13.000 US Dollar), des BMZ (Bundesministerium für wirtschatftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und des Bundeslandes Baden-Würtemberg ein Gebäudekomlex mit verschiedenen Einrichtungen (Küche, Speisesäle, Gruppenräume, Schlafräume sowie sanitäre Anlagen) geschaffen. Aufgrund des steigenden Bedarfs wurde 2001 mit Hilfe einer Privatspende die Dachterrasse zu einem zusätzlichen Gruppenraum umgebaut. Ebenso entstand im Juli 2002 ein weiterer Raum, so dass inzwischen 90 Kinder betreut werden können.

Die laufenden Kosten der guardería werden teilweise vom „Programa PAN“ gedeckt, das einen Teil der Trockennahrungsmittel liefert. Für die Ausgaben an Lebens- und Reinigungsmitteln, Spielzeug sowie Instandhaltung wird die Unterstützung von CEMVA benötigt, wobei für den grössten Teil der Ausgaben der „Verein für Jugend- und Sozialarbeit in Bolivien e.V.“ aufkommt. Pro Kind zahlen die Eltern monatlich einen Beitrag von 40 Bolivianos (ca. 4,50 Euro).

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Für die fünf Gruppen, die nach Alter aufgeteilt sind, beginnt um acht Uhr der Tag mit einem Frühstück. Als refrigerio (Zwischenmalzeit) wird um 10:30 Uhr ein Saft oder eine Frucht serviert. Es wird gemeinsam gespielt und gelernt, bis es um 12 Uhr Mittagessen (Suppe und Hauptgericht) gibt. Nach dem Mittagsschlaf bekommen die Kinder um 16 Uhr ein Vesper, meist Tee und Brot, gereicht. Bevor die Guardería um 18 Uhr schliesst wird nochmal gespielt.

Zur Zeit hilft in der Guardería eine Freiwillige mit, die für ihr Essen selbst aufkommt.

Ein Anliegen dieser Kindertagesstätte ist ausserdem das Vertrautmachen von Hygieneangewohnheiten, wie z.B. Zähneputzen und Händewaschen, Tätigkeiten die hier in den ärmsten Gegenden von Sucre, aus finanziellen Gründen, nur selten zur täglichen Routine gehören.

Die Bewohner des barrios (Stadtteils) Villa Armonía, zumeist Migranten, sind vom umliegenden Land und aus verschiedenen Dörfern, daher existiert noch kein wirkliches Gemeinschaftsdenken. Die Guardería leistet hier einen positiven Beitrag, indem sie den Kontakt zwischen den Kindern, deren Eltern und den neun Educadoras (Erzieherinnen) pflegt.

Auch finden regelmäßige Elternversammlungen statt. (Das „Casa del Niño“ in Villa Armonia zählt zu den bestgeführtesten Kindertagesstätten in der ganzen Stadt)

25.08.2010

Fotos

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